Annaphant

My journey of personal growth

#vanlifeoffseason7

Heute wachen wir nach einer durchstürmten Nacht auf. Eingeschlafen sind wir wo ganz anders aber das Orkantief hat uns nachts etwas versetzt. Man soll sich ja einfach auch mal treiben lassen sagt mein mental Coach. Ich freue mich über die emissionsarme Fortbewegungmethode und wir genießen die schöne Aussicht bevor wir uns an den Frühstückstisch wehen lassen.

Den gestrigen Tag verbrachten wir noch am Strand am Capo Carbonara. Zunächst wieder mit Workout, gefolgt von verantwortungsvollem Sonnebaden mit guter Lektüre. Dazwischen kleine Badeeinheiten im kristallklaren Wasser. Leider diesmal ohne tierische Begleitung. Im Grunde lese ich hier eh grade zwei Bücher parallel denn Kathrins Buch löst regelmäßig emotionale Ausrufe ihrerseits aus und nachdem ich meine Neugierde wie so oft nur mäßig im Griff habe und außerdem höflich sein möchte frage ich stets nach den Geschehnissen die diese Gefühlswallungen in ihr hervorrufen. Ich bin also bei ihrem Handlungsstrang ebenfalls total up-to-date. Eigentlich ein praktisches Verfahren da ich meistens eh nicht so viel zum lesen komme wie ich mir das vorstelle; eine nette Mischung aus Hörbuch und Lesen. Ich nenne es  “Lörbuch”.

Nachdem wir die Strandzeit maximal ausgereizt hatten und die Panadeparty mit dem Wind an Fahrt aufnahm brachen wir auf, entlang der Ostküste mal wieder auf einen Campingplatz, zurück in die (wenn auch sehr leere) Zivilisation. So schön es ist, sich eins mit der Natur und Umgebung zu fühlen, so gibt es doch eine Schwelle was die Menge an Sand betrifft die man gut in seinem Haar verstecken kann. Wir hatten sie überschritten.
Auch die Diskussion auf der Autofahrt, ob der unangenehme Geruch von außen oder innen kommt bestärkte uns in unserem Duschvorhaben. Die Mühe lohnte sich. Wir fühlten uns wie frisch geschlüpft und feierten das angemessen indem wir essen gingen. Es gab endlich wieder mal Pizza und allerlei gemischtes Fritiertes aus dem Meer.

Der ursprünglich für heute angesetzte Biathlon aus Radeln und Wandern wurde auf Grund von anhaltendem Starkwind auf eine gipfellose Wanderung reduziert. Dafür lernten wir den wundervolle Erdbeerbaum kennen. Ein fantastisches Gewächs von dem sich die Kaktusfeige gerne eine Scheibe abschneiden darf. Nicht nur einfach zu ernten sondern auch noch hervorragend im Geschmack.
Auf dem Abstieg hatten wir noch reichlich Eselbekanntschaften und befanden uns anschließend mal wieder auf der zunächst erfolglosen Suche nach einer Einkehrmöglichkeit. Fündig wurden wir bereits zum 2. Mal in einem Hafen. Unser echter vanlifeoffseason-Geheimtipp für euch. Wenn alles zu hat, haltet euch an Häfen 😘  5/5 Seesternen von uns.

Bis wir uns von diesem wunderschönen Ort losreissen konnten war es leider nahezu 15 Uhr und somit natürlich bereits wieder am dämmern. Wir verfolgten zunächst noch den genialen Plan eine wunderschöne Passstraße langzufahren. Im Dunkeln büßt man zwar etwas  an Aussicht ein, dafür ist weniger Stau. Vanlife ist immer auch Kompromiss. Nachdem dort wiedermal alles geschlossen hatte rollten wir auf der Rückseite wieder herunter mit der hektisch blinkenden Tankleuchte im Blickfeld. Letztlich entschieden wir uns doch wieder mal für ein Plätzchen am Meer. Das sehen wir zwar auf Grund der Dunkelheit auch nicht aber das Rauschen ist super meditativ.

Vor lauter Yoga habe ich leider eh seit 2 Tagen Rückenschmerzen und brauch nun wieder ein neues Hobby. Immerhin komme ich inzwischen aber mit meinen Händen fast bis zum Boden. #superflexi
Ab morgen also vielleicht einfach Morgenmeditation statt Morningflow.

Eigentlich wollten wir auch noch Traumfänger basteln doch leider stinkt die Schnur an Board dermaßen, dass das leider ausfällt.  Ich bin mir aber sicher, es warten in unserem Endspurt noch genügend andere außergewöhnliche Abenteuer auf uns 🤗

#vanlifeoffseason6

Yoga, Workout, Nacktbaden an einem einsamen Strand mit Karibikflair, dann Kaffee und Frühstück mit selbst gepflücktem Obst. Gibt es einen besseren Start in den Tag?

Die Antwort lautet JA! Die Kaktusfeigen sind nämlich eine einzige Enttäuschung. Ich gebe zu, nach der körperlich fordernden Ernte hing die Ewartungslatte hoch. Dennoch sind diese kleinen hübschen Dinger die Katzen unter den Früchten.

Nunja, nun ist immerhin das Rätsel geklärt, warum davon so viele ungeerntet in der Gegend rumhängen. Das Stachel-Geschmack-Verhältnis stimmt einfach nicht. Vor lauter Enttäuschung bricht kurz die Wut aus mir heraus doch nach einer kurzen Meditation habe ich mich wieder gefangen und wertschätze die Kaktusfeige als Teil der Natur  in der wir zu Gast sind (um die restliche Wut loszuwerden trete ich noch kurz nach einer Möwe).


Nach diesem Frühstücksreinfall stürzen wir uns in ein neues Rad-Abenteuer. Wagemutig erkunden wir auf Trails diesen wunderschönen Zipfel Sardiniens. 

Ein paar einheimische Fischer sprechen uns  anerkennende Worte für unsere Fahrkünste zu. Zumindest glauben wir das. Unser Italienisch hat sich leider nicht so rasant gesteigert wie unsere Yoga skills. Naja, diese kleinen Schwächen machen einen schließlich auch nahbar.

Auf der weiteren Fahrt entdecken wir eine zunächst noch einsame Bucht. Wir bleiben nicht allein denn einer unserer Follower kommt auch dort hin. Mit ausreichend Sicherheitsabstand lässt auch er sich am Strand nieder. Wir lassen ihn in dem naiven Glauben, wir hätten ihn nicht bemerkt. Für ihn ist es sicher ein außergewöhnliches Erlebnis diesen Ort so mit uns erleben zu dürfen und das möchten wir ihm nicht vorenthalten. Wir schwimmen ein wenig mit einer Familie von Buckelwalen vor der Küste umher. Nach einer Weile haben wir sie leider versehentlich abgehängt und kehren an den Strand zurück der nun wieder uns alleine gehört.

Auf dem Rückweg entdecken wir zu unseren vollkommenen Überraschung ein offenes Café und verweilen dort um die lokale Gastro zu unterstützen. Da es hier heute so schön war entschließen wir uns noch eine Nacht dranzuhängen.

Bevor wir zu Camper Boris zurückkehren verifizieren wir noch kurz, dass es sich tatsächlich um Flamingos handelt die hier in diesem See wohnen.

Für die Füchse unter euch denen Details wichtig sind möchte ich aber noch klarstellen, dass es sich nicht wie zuvor behauptet um Süßwasser handelt. Möchte hier keine Unwahrheiten verbreiten. Außerdem wäre sonst Kathrins Geschmacksprobe die dieses Ergebnis hervorgebracht hat umsonst gewesen.

Unser erster Stellplatz auf dem Kap der guten Nudeln


Die Schweizer sind bereits weg vom Stellplatz. Damit auch sie das wohlige Gefühl der Beliebtheit erleben dürfen parken wir am neuen Stellplatz einfach wieder genau neben ihnen. Wir glauben, ein paar Freudentränen in ihren Augen zu erkennen.

Wir genießen eine wundervolle Brotzeit mit Aussicht und beruhigenden Walgesängen. Unsere Freunde aus dem Meer wünschen uns einen angenehmen Abend und wir ihnen viel Erfolg beim weiteren Schwimmtraining.


Nachdem nun jeder noch etwas me-time hatte werde ich bereits etwas unruhig. Ich habe schon lange nichts mehr gewonnen und fordere den Start eines weiteren Spieleabends ein.

Außerdem müssen wir zeitnah beginnen denn es ist immerhin schon fast 18.30 Uhr und wir haben einen Masterplan: wenn es so früh dunkel wird stehen wir morgen einfach mal saufrüh auf um mehr Tageslicht abzubekommen!

#vanlifeoffseason5

Ein neuer Tag startet. Heute am Capo Carbonara. Die Erwartungshaltung ist da. Einmal darf der Name gerne auch Programm sein. Mal schauen ob dieser Zipfel Sardiniens hält was er verspricht 👆

Nach unserem getrennten Nachmittag in verschiedenen Buchten freuten wir uns vorgestern auf eine lang ersehnte Pizza im vermeintlich bald öffnenden Lokal, doch wir wurden enttäuscht. Es blieb geschlossen und die Pizza uns weiterhin verwehrt.

Ein schöner Tag war es dennoch. Kathrins Surfen lief gut, mein Bloggen erwartungsgemäß auch. Das Groundhandling am Strand musste ich nach 1 umkämpften Stunde aufgeben. Trotz massivem Workout sind Wind und Gleitschirm letztlich wohl weiterhin stärker als ich. Macht nichts, das motiviert mich nur zusätzlich für die heutige Freeletic-Einheit. #nolimits

Kurz nach Sonnenuntergang sind wir wieder vereint 💗

Außerdem machten wir an unserem Standort mit lässigen österreichischen Surfern Bekanntschaft und teilten noch Speiß und Trank bevor wir verschiedene Ausbaukonzepte von Vans und T3s bewunderten und -werteten. Ein weiterer Tag fand diesmal komplett spielfrei sein Ende. Wir hörten noch witzige Anekdoten des Aussteiger-Österreichers bevor es in die Horizontale ging.

Somit war das Ziel für den gestrigen regnerisch angesagten Tag aber immerhin klar: Pizza – koste es was es wolle. Wir traten also die Reise an und erreichten unser Ziel in Cagliari. Die Pizza war top. Leider waren wir aber trotz anschließendem 2stündigem Spaziergang unverändert gnadenlos überfressen und mussten das Eis sausen lassen.

Die Weiterfahrt in Richtung Capo Carbonara nutzten wir noch für eine kleine Ernte.

Ich zog die restliche Fahrt Stacheln aus meinen Fingern und hoffe, die kleinen Dinger waren es wert.

Auf Grund von massigem Wind sind wir noch die beachtliche Strecke von 2.5km gefahren um einen alternativen Stellplatz zu finden bei dem wir nicht umgeweht werden. Vorbei an einem kleinen Süßwasser See in dem tatsächlich Flamingos zu leben scheinen – wenn uns die Dunkelheit nichts vorgegaukelt hat. Neben uns stehen Schweizer. Es ist total aufregend mit wie vielen Kulturen man hier so in Kontakt kommt.

Wir spielten noch nahezu unser gesamtes Spielesortiment durch. Obwohl ich mehrfach versucht habe die Kathrin gewinnen zu lassen (um der Harmonie willen) führe ich leider in allen Kategorien haushoch. Bis auf in Strafschnaps – da sind wir nahezu gleichauf. In Verstecken bin ich richtig schlecht, aber das wollte sie bisher nicht mit mir spielen. Könnte in der Umgebung allerdins auch ein größeres Projekt werden.

Wir gingen noch früher ins Bett also sonst denn wir hatten noch einen Masterplan geschmiedet: wenn es so früh dunkel wird stehen wir einfach mal saufrüh auf um mehr Tageslicht abzubekommen. Leider schien der Plan früh aufzustehen abends deutlich einfacher durchführbar als dann bei Fälligkeit morgens. Nachdem wir uns beide noch 2mal umgedreht haben ist es jetzt um halb 10 vielleicht wirklich Zeit für den Morgensport. Oder zumindest für Kaffee….

#vanlifeoffseason4

Nachdem meine Augen seit Tagen morgens so geschwollen waren, dass es aussah, als hätte ich mich mit den Sarden vielleicht doch nicht so gut angefreundet wie ich behauptet hatte, wurde das ganze gestern Abend nochmals getoppt. Nichtsahnend saßen wir bei unserer allabendlichen Spritzgammon-Runde und von jetzt auf hier schwollen mir die Augen zu. War es der Wein, der Aperol, die Katze die uns seit Stunden begeistert begleitete? Dieses Rätsel bleibt bis dato ungelöst und das Abenteuer nimmt somit weiterhin kein Ende. Zur Sicherheit werde ich den restlichen Urlaub nur noch Korngammon spielen und auf den intensiven Kontakt zu Katzen verzichten. Das Vorurteil,  dass diese Vierbeiner hinterlistig sind begleitet mich schließlich schon lange.

Die Augen können glücklicherweise seit dem Morgen wieder genutzt werden und dürfen unter die (nicht vorhandenen) Leute. Diese Extremerfahrung lässt mich auf persönlicher Ebene mal wieder ein gutes Stück wachsen (ich bin inzwischen ca. 1,98m wenn ich mich nicht vermessen habe). Von dieser Erkenntnis sowie dem Antihistaminikum und Cortison aus meinem erste Hilfe Beutel erfüllt kann also ein neuer Tag starten. Dies tut er auf scheinbar eigens hierfür errichteten Plattformen mit einem wohltuenden Morningflow bei dem ich nur geringgradige Komplexe bezüglich meiner Dehnbarkeit empfinde.

Nach einem ausführlichen Brunch trennen sich unsere Wege heute erstmals. Neben unterschiedlichen Plänen gibt es einfach auch viel zu verarbeiten. Für die Kathrin geht’s in eine nahe Bucht zum Surfen, für mich mangels Talent und Geduld ohne Brett an den Strand vor der (Van-)Tür. Auch schön – und leer natürlich sowieso.

Voller Neugier fragt ihr euch vollkommen zu Recht sicherlich, was gestern noch geschah. Das möchten wir euch keinesfalls vorenthalten, sonst kommt am Ende beim Plott wieder keiner mit. Nach dem Frühsport brachen wir held*innenhaft mit den Rädern auf gen Norden. Hier hatten wir bereits auf der Herfahrt eine extrem lässig anmutende Ansammlung an Surfer*innen gespottet. Außerdem gab es dort eine Bar, die nicht nur da sondern auch noch offen war. Das sind zwei im November auf Sardinien stark ins Gewicht fallende Argumente. Außerdem sind beide leicht zu überzeugen. Unterwegs gab es noch einen kulturell erforderlich Stop an einer Nuraghe.

Das sind große, alte Türme. Für mehr Infos wendet euch bitte an die Bauingenieurin dieser Reisegruppe. #fragKathrinsieliebtes. Medizinisch erfüllen sie meines Wissens nach nämlich keinen Zweck und auch die Besichtigung wurde für mich schnell zur Nebensache…..

Wie aus dem Nichts traf mich Kathrins Aussage wie einfach es doch scheinbar sei einen guten Blog zu schreiben. Selbstverständlich war ich tief getroffen. So was geht nicht ungeachtet an einer Bloggerin vorbei, die kurz davor steht ihr Hobby zum Beruf zu machen. Die Option, dass ich einfach außerordentlich talentiert bin scheint sie nicht in Betracht gezogen zu haben. Das schmerzt. Dennoch kann ich ihr nach so vielen gemeinsamen  Erfahrungen auf dieser einsamen Insel und der ganzen Selbstfindung und Awareness nicht lange böse sein. Außerdem spüre ich eine angenehme Wärme um meinen Hals. Heute früh hab ich dieses wertvolle handgefertigte BFF-Schmuckstück von ihr bekommen und sind wir doch mal ehrlich: wie böse kann man jemanden sein der einem etwas so wundervolles gestaltet hat?

Meine Muschel ist ein wenig größer als ihre, da ich ein wenig größer bin als sie. Sie ist auch ein wenig dunkler, weil ich halt einfach nicht super blass bin. Ich spüre eine noch tiefere und breitere Verbundenheit als bisher. Bald ist es Zeit für Freundschaftsyoga!

Den restlichen Tag verbrachten wir damit Surfer zu beobachten und angesichts der Wallemähnen vor Neid zu erblassen (ja, auch unsere Stimmungsmuscheln schienen danach eine Nuance heller). Als wir ausreichend erblasst waren (#nooffenseKorni) ging es in die besagte Bar. Dort gab es Snacks und Bier. Zur Tarnung fürs Daydrinking spielten wir Backgammon.

Laut Google Bewertungen sei das Eis in der Bar einen Tick zu teuer, dafür aber sehr groß. Es sei wohl eine Überlegung wert die “Bälle kleiner aber günstiger” zu machen. Leider kammen wir nicht in dem Genuss das zu bewerten und Feedback zu geben, denn es ist ja Offseason – auch beim Essen. Außerdem schloss die Bar nur wenige Stunden später und wir traten den Rückweg an. Eine Pizzeria war zwar da aber hatte leider keine Pizza. Also blieb es auch hier beim Snack und im Anschluss suchten wir uns ein bequemes Plätzchen um den Sonnenuntergang zu beobachten.

Nun sitze ich hier am Strand und lasse die bisherige Erlebnisse revue passieren. Der sanfte Westwind (gefühlte 30km/h mit Böen bis 150) streift mir nicht nur sachte durchs Haar sondern scheint auch die Gedanken und Worte in mir zum Fliesen zu bringen. Die Kunst ist am Ende vermutlich,  das Bloggen einfach wirken zu lassen. Ich bereue keine der 180min die ich auf den heutigen Text verwendet habe, denn er verbindet euch und uns!

Für den Strand gibt es einen Stern Abzug da ich bereits mehrfach in Disteln getreten bin. Bei Disteln hört der Urlaubsspaß auf, abgesehen davon war der Campingplatz top, 4 Sterne von uns.

Ich schicke euch einen Gruß mit Stimmungs-Muschel und hoffe, ihr startet ausgeglichen ins Wochenende. 🙂

#vanlifeoffseason3

Unter strahlend blauem himmel wachen wir auf, zwischen Nadelbäumen und Katzen. Ein Spatz pfeifft munter sie Vogelhochzeit und es erfüllt einen mal wieder eine wohlige Wärme im Inneren. Wir drehen uns um und schlafen nochmal. Es ist schließlich erst 7 und wir haben Urlaub. Bis zum 2. Aufwachen ist das Wetter zum Glück stabil. Jetzt können wir den Tag starten. Was er bringen wird ist noch ein völliges Mysterium aber genau das ist ja der Reiz dieses Abenteuers.

Gerne ein bisschen mehr Ruhe und Routine denn gestern war Aufregung pur. Nach einer durchschütteten und durchdonnerten Nacht mussten wir den Plan einen Klettersteig zu gehen leider verlassen. Wie schon Aristoteles sagte ist Flexibilität eine der 7 wichtigsten Tugenden. Durch das viele Yoga sind wir dahingehend top-Performer – physisch wie mental- und passen uns dem Tag perfekt an. Wenn wir das tun, kann er uns nämlich gar nichts. Der alte Grieche wäre stolz auf uns.

Wir legen dafür auf der Fahrt die Westküste runter einen Zwischenstopp in Sassari ein. Doch dort ereilt uns ein Schreck: Kathrins Geldbeutel ist weg. Eine ausgiebige Suche bleibt erfolglos. Geklaut sein kann er allerdings auch nicht, denn hier ist ja niemand. & Dank guter Vorbereitung können wir auch diese Extremsituation gelassen annehmen und bummeln erstmal los. Ich bin sehr erleichtert, dass es nicht mein Geldbeutel ist. Die Kathrin ist sehr erleichtert denn ab jetzt muss ich alles zahlen. Klassisches Win-Win. Wir erkunden die Stadt, vergessen beim Schlendern die Zeit, uns selbst und Kathrins Handtasche. Langsam zweifel ich daran, dass das alles wirklich
Zufall ist, doch die tiefe Message erschließt sich mir noch nicht.
Die Tasche ist schnell wieder gefunden, sie liegt im Lokal in dem wir mittags waren. Dort hieß es sardische Küche erleben. Mit Pasta in Italien macht man selten etwas falsch dachte ich mir. Kathrins Wahl war da heldenhafter:

Dem/der aufmerksamen Follower*in fällt sicherlich der Fehler auf: die Schnecken waren im Uhrzeigersinn gedreht. Der Tag sollte für uns also eine Challenge bleiben, doch auch den Geldbeutel fanden wir letztlich im Camper wieder. Die Gelassenheit hat sich ausgezahlt. Die Weiterreise entlang der Küste bot grandiose Aussichten und einen Sonnenuntergang mit Weißbier.

Nach Ankunft am Campingplatz im Dunkeln (fairerweise muss man sagen, dass die Sonne gefühlt um 15 Uhr untergeht) betrachten wir noch den Sternenhimmel vom Strand aus. Danach liesen wir den erlebnisreichen Tag mit Gesellschaftsspielen ausklingen.

Für Yoga oder Freeletics haben wir nach diesem mental fordernden Tag keinen frei genugen Geist mehr und vertagen das wie es sich gehört auf morgen – was dummerweise heute ist. Also geht es jetzt zum Sport an den Strand und ein neues Abenteuer kann beginnen. Wir freuen uns 😉


P.s.: Ab jetzt suchen nach einem linksdrehenden Tier das man essen kann und freuen uns über comments und Hinweise.

#vanlifeoffseason2

Nachdem unser Tag gestern wundervoll mit einer Yoga-Einheit zu Ende ging wachten wir heute wieder 1/14 höher auf der Flexi-Skala auf. Ein neuer Tag auf der einsamen Insel. Wir sind nur einen Tag älter aber um so viele Erfahrungen reicher. Zwar hat uns der Morgen mit etwas grauem Himmel geweckt doch hat dieser eine durch und durch angenehm beruhigende Stimmung verbreitet. Wir starten den Morgen mit einem erfrischenden Sprung ins Mittelmeer.
Umgeben von kleinen Meerjungfrauen und einigen Babyseeigeln. Ob wir Angst hatten? Vielleicht ein bisschen. Doch wenn man erst einmal vollkommen akzeptiert hat, dass man in der freien Natur nur Zu Gast ist und sich auch so verhalt spürt diese das auch und wir wurden willkommen geheißen.

Nach einem liebevoll zubereiteten Kaffee ging es los mit den Rädern Richtung La Maddalena, einem Teil des Inselarchipels vor der Nordküste Sardiniens. Mit dem Fährpersonal gab es anfangs geringe Verständigungsprobleme weil die Fahrradstellplätze nicht entsprechend der DIN483 gekennzeichnet waren aber dank geschickter Gestik und mit guter Interaktion auf nonverbaler Ebene lassen sich diese zwischenmenschlichen Hürden spielend überwinden und das ist ein vollkommen belebendes Gefühl. Bei der kurzen Fährüberfahrt konnten wir schon erahnen, dass wir hier ganz einzigartige Erfahrungen sammeln können. Wilde Natur wohin das Auge reicht nur gestört von vielen verlassen wirkenden wirklich häßlichen Bauten. Wir erkunden auf der Strada Panoramica die Insel inklusive 2 Nachbarinseln. Erneut gegen den Uhrzeigersinn, wir haben uns bereits eingegroovt und spüren, dass dies einfach unsere Richtung ist. Wir fühlen uns extrem sicher. Es sind nicht nur ein Haufen Matrosen auf der Insel sondern neben einer Offiziersschule auch noch ein Militärhafen. Traumhaft. Wenn man so eine Insel komplett umrundet hat hat man erst das Gefühl sie so richtig zu begreifen.
Wir verstehen sie jetzt und ich habe das Gefühl, dass sie auch uns ein wenig besser versteht. Von diesem Gefühl beglückt setzen wir uns in eine Weinbar und stoßen auf die tollen Ereignisse des Tages an.

Weil uns das bei so vielen Erlebnissen noch nicht ganz ausreichend erscheint trinken wir zur Sicherheit auf der Überfahrt zurück noch ein Bier. #safetyfirst

Nach der Ankunft am Camper muss ich mal wieder einen neuen fake-Strava-Account eröffnen weil der Speicherplatz für die Kudos erneut voll ist. Danke an euch dafür. Ihr macht diese Höchstleistungen erst möglich.

#vanlifeoffseason1

Ankunft auf Sardinien. Diese traumhafte Insel wird unser zu Hause für die nächsten 2 Wochen sein. Durchatmen, die
Atmosphäre einsaugen, die Seele baumeln lassen. Ein bisschen Workout, ein bisschen Yoga, ein bisschen zu sich finden und in sich hineinhören. Mehr Programm und Plan gibt es nicht, wir wollen uns treiben lassen.

Der Hinweg wurde bereits Teil der Reise mit einer Nacht am Gardasee, genauer gesagt, in Lazise. Man muss Körper und
Seele schließlich Zeit geben anzukommen. Eine neues Land, eine neue Sprache, so viel andere Kultur. Eine Nacht und 5 Aperol Spritz später hatten wir bereits das Gefühl “wir sind da‘. Abgerundet mit einem Sprung in den Largo di Garda. Es konnte weitergehen über Bologna nach Livorno.

Nach einer Nacht auf der Fähre kamen wir also heute morgen auf Sardinien an. Die Insel ist leer, alles hat zu. Super viel Platz für Selbstverwirklichung. Wir haben uns nach einem kurzen Frühstück in der Nähe des Hafens auf den Weg die Küste entlang gegen den Uhrzeigersinn auf den Weg gemacht. Warum gegen den Uhrzeigersinn? Wir wollten was wagen,
einfach mal Abenteuer pur. Beim Frühstück sind wir bereits mit dem ersten Einheimischen in Kontakt getreten. Er konnte kein Deutsch, wir kein italienisch aber eine Verbindung haben wir gleich gespürt, super schöne Erfahrung. Jetzt
sitzen wir auf einer winzigen Halbinsel auf schönem Fels, der direkt zum morning flow einlädt, leider sind wir aber zu faul.

Neben uns steht ein Tesla mit einem dieser verrückten Fliege-wakeboards auf dem Dach. Extrem inspirierend. Er sieht
aus wie ein Raumschiff. Gerade diskutiere diskutieren wir unser freeletic Workout, wir haben beide bereits Muskelkater von gestern aber es hilft nichts. Plan ist Plan und durch körperliche Grenzerfahrungen erweitert sich der eigene Horizont und ist es nicht das wonach wir letztlich alle suchen?

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