Die Zimtschnecken sind hervorragend! Wir freuen uns über den gut gewählten Stellplatz und brunchen ausgiebig. Bei einem erneuten Cabo-Anlauf verliere ich abermals haushoch und ziehe einen Spiele- vs. einen Gegnerwechsel in Betracht.
Heute soll es ab Nachmittags verhältnismäßig trocken bleiben sodass uns nochmal die Wanderlust packt. Bis dahin durchlaufen wir 6 Jahreszeiten und 3 Klimazonen. Die Quickchanges zwischen Bikini und Daunenjacke müssen wir definitiv noch trainieren. Norwegisches wechselhaft lacht nur ziemlich verächtlich über deutsches wechselhaft.
Wir entscheiden uns für den als Aussichtsberg angepriesenen Ramnstoknuten und er hält was er verspricht. Norwegen zeigt nochmal was es so kann.

Versehentlich freunden wir uns in Rahmen einer Fotosession mit einem Paar aus Schwäbisch-Hall an deren Hund Spencer uns sehr freundlich und deutlich schweigsamer als seine Halter begrüßt hat. Anschließend müssen wir uns immer wieder hinter Felsen verstecken um uns nicht noch besser anzufreunden.
Wir verweilen ein wenig in der Traumkulisse. Ein Regenbogen schaut auch noch vorbei. Ein Traum!

Nachdem wir wieder beim Stellplatz -idyllisch neben dem Kieswerk des Ortes gelegen- ankommen, bleiben wir der Einfachheit halber die letzte Nacht hier. Wir haben noch Wein, Aperol und Sekt. Der Reimport nach Deutschland ist leider untersagt und weil wir sehr gesetzesfürchtig sind entscheiden wir uns fürs aufbrauchen der Drinks. Dazu gibt es ne komplette Packung Nudeln, Käsesnacks und Cracker. Mit diesen langen Tagen scheint der Kalorienbedarf massiv in die Höhe zu schießen. Weil ich morgens einen Longrun absolviert habe bekomme ich das letzte Snickers aus unserem Vorrat. Ausserdem hat sich bei Naschzeug eh inzwischen das 3:1 Verhältnis wie von selbst etabliert weil ich laut der Kathrin beeindruckend schnell naschen kann. Ich nehme das als Kompliment.
Beim anschließenden Kniffeln versenken wir vor lauter Enthusiasmus (und eventuell auch Aperol Spritz) gleich 2 Würfel im Fjord. Selbst Kathrins Bouldersession bleibt als Rettungsaktion erfolglos.


Leider ist mit 3 Würfeln die grosse Straße sehr schwer. Deswegen hören wir auf zu spielen und befassen uns mit Quantenphysik. Ein würdiger Abschiedsabend.
Selbstverständlich gibt es noch einen kleinen Regenschauer dazwischen. Soll ja nicht zu fad werden.

Heute gab es dann nur noch 2 Aufgaben: Essen und die Fähre von Kristiansand nach Hirtshals in Dänemark erwischen. Beides meistern wir mit solcher Bravour, dass mir bei Aufgabe 2 noch schlecht ist weil ich Aufgabe 1 sehr ernst genommen habe.

Unterwegs dorthin schüttet es zur Sicherheit nochmals wie aus Eimern, um wie schon letztes Jahr den Abschied zu erleichtern.
Jetzt sitzen wir also auf der Fähre und treten die Rückreise an. Die Hoffnung Wale zu sehen bleibt noch bis 18.30 erhalten. Nachdem wir sicher sind, sie passen auf Grund ihrer Größe schlichtweg nicht in Fjorde hinein rechnen wir uns für die Überfahrt gute Chancen aus. Doch die Fähre punktet auch so schon mit einer hervorragenden Sonnenterrasse und live Musik.
Sowohl mein Panini Sammelalbum für Wasserfälle als auch für Fjorde habe ich jeweils 3x komplett voll. Nur das Glitzerbild vom Naeroyfjord, dem kleinsten Fjord Norwegens fehlt mir einmal. Das werde ich heimlich über Ebay bestellen. Wir können also erledigter Dinge abreisen.
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