Es geht wieder los. Eine neue Reise beginnt.  Wohin soll sie führen? Rein physisch ist das leicht zu beantworten, denn das Ziel heißt Norwegen. Doch wie so oft im Leben gibt es die viel wichtigere Metaebene. Wir machen uns erneut auf die Suche nach uns selbst. Da es sich bekanntermaßen im Hellen besser sucht lag der Norden als Reiseziel auf der Hand. Man muss sich auf der Reise in sein inneres nicht noch zusätzlich Steine in den Weg legen.
Der Nachteil ist die schier unendlich lange Anreise welche wir als alte Yogis mit der angemessenen Gelassenheit annehmen. Denn auch die Reise zu uns wird keine kurze sein.

Hier sind wir nun also die erste Nacht in Norwegen und bereits jetzt liegen 3 Länder und nervigerweise auch 3 Währungen hinter uns. Da wird dann auch das Verständnis für Individualismus auf eine harte Probe gestellt. Am Donnerstag Abend ging es von München aus los in das neue Abenteuer. Über Nacht bis nach Lübeck wo wir mit offenen Armen und einem (fast) offenen wlan willkommen geheißen wurden. Somit konnte Kathrin remote arbeiten und ich remote schlafen. Am Nachmittag ging es dann mit einem Badestop in Bad Segeberg weiter. Solltet auch ihr diesen Ort nicht kennen habt ihr ein grandioses Strandbad verpasst.  Um uns dieses trotz 2€ Eintrittspreis schmackhaft zu machen lockte uns der Bademeister des Monats neben dem beaufsichtigten Badespaß nicht nur mit einem 1- sondern auch noch mit dem 3- Meter Brett. Die Sonne war nach dem Vergnügen zwar verschwunden doch von meinem Rücken ging noch Stunden danach Dank mehrerer misslungener Saltoversuche eine angenehme Wärme aus. Ab und an entdeckte ich im Laufe des Tages Eidechsen die sich dort wärmten. Abgesehen vom Strandbad ist der Ort für Karl May bekannt. Warum das so ist ist uns weiterhin schleierhaft. Er ist dort nicht geboren, dafür gibt es dort jetzt aber es nen Haufen Traumfänger zu kaufen.
Nächster Halt war ein Großeinkauf und dann ging es weiter nach Norden.  Spät abends erreichten wir Kopenhagen das uns freundlich bis überrascht willkommem hieß

Ich nahm an einer rasanten Radltour durch die Innenstadt teil, geführt durch die Kathrin. Party pur gibt’s da noch und nöcher. Bis auf den Döner in der Nacht entsagten wir diesen weltlichen Fröhnen jedoch. Wir wollten schließlich unsere Sinne nicht vernebeln.

Entgegen der vielfach enttäuschten Berichte verbrachten wir dann noch eine gute Zeit bei der kleinen Meerjungfrau. Um kurz vor Mitternacht konnten wir den Ausblick auf die jungen Dame nahezu ungestört genießen! Was für eine wertvolle Erfahrung. Die bereits in Lübeck prophezeite nie untergehen wollende Sonne wurde jedoch doch noch irgendwann müde und verschwand kurz.

Nach der Nacht in Dänemark folgte eine weitere Brücke und schwuppdiwupp waren wir in Schweden. Dazu lässt sich schnell zusammenfassend sagen: Wetter mies, Gebäck top.

Ab der norwegischen Grenze wurde auch das Wetter gut und wir waren endlich im Zielland.
Nördlich von Oslo besuchten wir heute Kathrins Cousin samt Familie. Um noch das Wochensoll zu füllen und dabei noch etwas zu sehen ging ich noch eine Runde joggen. Abgesehen von der -scheinbar unbegründeten- Angst vor Bären war es für Joggen erstaunlich schön.

Ein See ohne Eintrittpreis aber ebenfalls mit Sprungbrett war auch noch vorhanden, ein Traum für den naturverbundenen Jogger also. Da ich mich an keinen Trick mehr rangetraut habe wärmt mich jetzt statt meinem Rücken mein Daunenschlafsack. Wider unserer Erwartungen ist es gar nicht soooo sommerlich. Mal schauen wann wir die erste Schneeballschlacht starten. Denn es geht es weiter Richtung Norden. Es wird noch heller aber kälter. Regnen solls auch. Nachdem wir aber bislang weder gespielt noch gebastelt haben werden wir auch das gut überbrücken.